Kapelle Sankt Stephanus

Die Kapelle aus dem Jahre 1880 ist ein Ziegelbau von drei Jochen mit eingezogenem Westturm in neugotischen Formen sowie einem eingezogenen Chor. Die Bauausführung lag in den Händen des Horner Bauunternehmers Pehle. Die Kosten betrugen damals 6875 Mark. Anbauten aus dem Jahre 1935, ausgeführt von dem Bauunternehmen Hegenkötter, Horn, sind am Chor und vor dem Westeingang vorhanden. Bereits am 3. Juli 1649 wird ein Vorgängerbau erwähnt, als nach dem 30jährigen Kriege der Paderborner Weihbischof Frick den Altar in Böckum „ad honorem Sancti Stephani Promartyris“ weihte.

Fachwerkbauernhaus, Am Bahndamm 18

Das Gebäude ist ein stattlicher Vierständerbau mit Putzausfachungen auf massivem verputzten Sockel und einem mit Falzziegeln gedeckten Satteldach. Das Wirtschaftsgiebeldreieck kragt dreifach auf profilierten Balkenköpfen mit ebenfalls profilierten Füllhölzern schwach vor und ist mit Kunstschiefer verkleidet. Das große Deelentorgestell ist mit Radabweisern ausgestattet, besitzt Kopfbänder und eine neue Inschrift im Sturzriegel.

Brennerei mit Ziegelsteinschornstein, Am Lindloh 8

Der runde Ziegelschornstein mit vielfacher Armierung und an zwei Stellen abgestuftem Schaft ist das weithin sichtbare Erkennungszeichen von Böckum und gehört zu einer Brennerei, die im Jahre 1863 als „Dampf- und Kornbranntwein-Brennerei“ gegründet wurde. Das zugehörige Brennereigebäude wurde mehrfach verändert. Das Objekt dokumentiert den ursprünglich engen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte. Die ersten Ziegelbauten wurden in Böckum ab Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Die Ziegel wurden an Ort und Stelle gebrannt. Diese Arbeiten verrichteten die sog. „Ziegler“ aus dem Lippischen. Stellen, an welchen Lehm abgebaut und Ziegel gebrannt wurden, sind noch links und rechts vom Erftkamp am westlichen Ortsausgang zu erkennen.