Geschichte Böckum

Böckum wird urkundlich erstmals 1242 als „Bochem“ erwähnt, die Besiedlung erfolgte aber schon in vorkarolingischer Zeit. Im Jahre 1295 schenkte ein Ritter Rudolf von Horne dem Lippstädter Stift, das seine Tochter aufgenommen hatte, Güter in Bochem. Diese Güter bildeten später den Fahlen-Hof, heute im Besitz der Familie Güllenstern, Erftkamp 1. Im Jahre 1330 wurden die Klosterhöfe von dem Knappen Eberhard von Ole und seinen Genossen überfallen und ausgeplündert. Unter anderem wurden 42 Pferde geraubt. Den Schultenhof zu Böckum, heute im Besitz von Philip-Hubertus Seibel, Am Lindloh 2, ein Lehen des Paderborner Bischofs, kaufte 1441 Wessel von Landsberg zu Erwitte. Zu diesem Hof gehörte ein eigenes Hofgericht in Böckum, das früher zusammen mit Norddorf eine eigene politische Gemeinde bildete. 1457 wurde in dem Ort eine Klause erwähnt, der Klausner war dem Schultenhof lehnspflichtig. Die Klause lag ursprünglich im Bereich der Flur Lindloh. Die jährliche Abgabe betrug am Kirchweihtag in Böckum ¼ Liter Wein und an die Kapelle zu Böckum zum Stephanstag ½ Pfund Wachs. Bereits 1866 bekam Böckum-Norddorf eine eigene, einklassige Schule mit Lehrerwohnung, die 1912 erweitert wurde. 1952 baute die Gemeinde eine neue, zweiklassige Schule, die seit ihrer Schließung als Wohnhaus dient. Im Jahre 1863 wurde eine Branntweinbrennerei gegründet.